KARPFENTEICH

Europa muss sich der Realität stellen. Das Zurückschicken von Flüchtlingen in die Türkei ist keine strukturelle Lösung, ebenso wenig das Schließen der Landesgrenzen oder das Herbeirufen von Hilfe durch die Nato im Mittelmeer. Europa kommt nicht darum herum, eine substanzielle Anzahl von Flüchtlingen aus der überlasteten Region aufzunehmen. Solange der Krieg in Syrien andauert, werden Flüchtlinge die Überfahrt nach Europa wagen. Wenn das nicht mehr über das Ägäische Meer möglich ist, werden Menschenschmuggler andere Wege finden. Durch panikartige Bemühungen der EU-Mitgliedstaaten, den Flüchtlingsstrom im eigenen Land zu managen und an der Grenze aufzuhalten, wird der Blick auf eine Lösung getrübt. Solange es keine sichere Fluchtroute gibt, werden nur Symptome, aber nicht die Ursachen bekämpft.

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