KARPFENTEICH

Jetzt sind alle aufgewacht, und das ist gut so. Dass Männer sich zusammenrotten und Frauen als Freiwild betrachten, sie respekt- und schamlos angreifen: widerlich! Diejenigen, die das getan haben, gehören überführt und verurteilt. Eine andere Antwort gibt es darauf nicht.

Was aber keinesfalls passieren darf ist, dass die Diskriminierung von Frauen die Diskriminierung von sämtlichen Flüchtlingen zur Folge hat. Und die Gefahr besteht nicht nur, sie ist greifbar. Rechtsextreme haben nur auf Vorfälle dieser Art gewartet und rufen zu Rachefeldzügen auf. Populisten klopfen sich auf die Schultern, sie haben es ja schon immer gewusst.

Beim Lesen mancher Twitter- und Facebookeinträge wird mir übel. Diesen selbsternannten Frauenverteidigern mit ihren rechtsradikalen Parolen geht es doch gar nicht um die Opfer, sondern um Hetze. Pauschalverurteilungen haben in diesem Land genauso wenig ihren Platz wie Männer, die Frauen als Ware betrachten. Deshalb muss die Justiz konsequent vorgehen, um Frauen zu schützen, aber auch die Flüchtlinge, die hier friedlich leben wollen und die solche Übergriffe genauso verabscheuen wie wir.

Schluss mit der Wegschaukultur – und zwar konsequent. Frauen werden in diesem Land respektiert, das gilt es zu vermitteln. Und zwar allen und jedem, ganz gleich, welche Hautfarbe er hat.

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