KARPFENTEICH

Die WM-Studie der Universität Hohenheim zeigt: Besuche von Angela Merkel
und Joachim Gauck beim Finale werden hingegen als sinnvoll eingestuft /
Besuche von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Innenminister Thomas
de Maizìere werden auch beim Finale kritisch gesehen

71 Prozent der Deutschen halten es für völlig überflüssig, dass
Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Vorrundenauftakt in Brasilien dabei
war. Auch die Absicht anderer Politiker, wie des Innenministers Thomas de
Maizière, sehen die Deutschen eher kritisch. Das ist das Ergebnis einer
repräsentativen Studie von Prof. Dr. Markus Voeth, Inhaber des Lehrstuhls
für Marketing I der Universität Hohenheim. Ausführliche Details unter www
.wm-studie.de

Wie ganz Deutschland jubelte auch Bundeskanzlerin und Fußballfan Angela
Merkel beim 4:0 Sieg der deutschen Elf gegen Portugal. Noch kurz ein
Selfie mit Lukas Podolski in der Spielerkabine, dann konnte sich
Bundeskanzlerin Merkel wieder ihrem politischen Tagewerk widmen.

Doch gerade einmal 5 Prozent der Deutschen halten den Besuch der
Bundeskanzlerin bei den Vorgruppenspielen der WM für sinnvoll. 71 Prozent
der 929 Befragten einer Studie der Universität Hohenheim bewerteten einen
Besuch der Bundeskanzlerin hingegen als völlig überflüssig.

Noch weniger akzeptiert werden WM-Besuche von Außenminister Frank-Walter
Steinmeier und Innenminister Thomas de Maizière: 74 Prozent halten einen
Besuch von Vorrundenspielen durch den Außenminister für sinnlos, bei de
Maiziére sind es sogar 84 Prozent.

Merkel und Gauck beim Finale erwünscht

Anders sieht es da beim möglichen Final-Spiel der Weltmeisterschaft aus,
so Prof. Dr. Markus Voeth, Leiter der Studie und Inhaber des Lehrstuhls
für Marketing I der Universität Hohenheim: „74 Prozent der Befragten
finden es sinnvoll, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel bei dem Spiel
anwesend ist – sofern die deutsche Mannschaft das Finale erreicht. Und
auch der Bundespräsident ist nach Auffassung der Mehrzahl der Deutschen
(62 Prozent) ein gewünschter politischer Unterstützer der deutschen
Nationalelf in einem möglichen Finale.“

Auch bei Steinmeier kommt beim Finale ein Besuch aus Sicht der Deutschen
in Frage: 49 Prozent stufen die Anwesenheit von Steinmeier als sinnvoll
ein, weitere 33 Prozent finden einen solchen Besuch zumindest vertretbar.
Hingegen sind sich die Deutschen beim Finale bei Innenminister de Maizière
nicht einig. 34 Prozent stufen einen Finalbesuch als sinnvoll ein, 35
Prozent stufen diesen als vertretbar ein und 31 Prozent halten einen
solchen Besuch für überflüssig.

„Dass der Bundesinnenminister der für Sport zuständige Fachminister ist,
macht es aus Sicht der Mehrheit der Befragten nicht erforderlich, die
deutsche Nationalmannschaft bei einem möglichen Finale zu unterstützen.
Das sehen die Menschen eher als Aufgabe von Bundeskanzlerin und
Bundespräsident“, so Prof. Dr. Voeth.

Hintergrund:
Langzeit-Fußballstudie zur FIFA Fußball-WM

Seit Beginn der Vorbereitungen zur Fußball-WM 2006 in Deutschland im Jahr
2000 begleitet der Lehrstuhl für Marketing I der Universität Hohenheim von
Prof. Dr. Markus Voeth die FIFA Fußballweltmeisterschaften durch
regelmäßige Bevölkerungsbefragungen. Schwerpunkte der Befragung sind
Themen wie Begeisterung, Pläne und Fanverhalten der Bevölkerung, ergänzt
durch wechselnde Sonderschwerpunkte. Einzel- und Langzeitstudien sollen
einerseits Stimmungsindikator, andererseits auch konstruktiver Beitrag für
eine erfolgreiche Organisation sein.

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