KARPFENTEICH

Die Vorstellung, dass der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag Wahlkampf in Deutschland macht, ist fast unerträglich. Der Scharfmacher ähnelt inzwischen immer mehr einem Hassprediger. Von Nächstenliebe kann bei diesem angeblich so religiösen Menschen keine Rede sein. Vielleicht kündigt Erdogan in Köln sogar seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im August an. Deshalb steht zu befürchten, dass er entgegen seinen Versprechungen die Lanxess-Arena für seinen Wahlkampf missbrauchen wird. Dass deutsche Politiker jetzt versuchen, den Auftritt des Fanatikers zu verhindern, kann man nachvollziehen. Aber gibt es wirklich eine Handhabe gegen Erdogans Auftritt? Natürlich könnten die Behörden Sicherheitsbedenken geltend machen, aber der Vorwurf der Zensur würde im Raum stehen, für eine Demokratie wäre das eine schwere Hypothek.

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