KARPFENTEICH

Nach EU-Regeln muss der Mitgliedstaat Flüchtlinge aufnehmen, in dem sie an Land kommen. Aber es ist verständlich, dass Italien langsam genug davon hat, für ein Problem aufkommen zu müssen, das ganz Europa betrifft. Verstärkte Patrouillen im Mittelmeer dürften dem Flüchtlingsstrom aus Afrika kein Ende bereiten. Dafür sind dessen Ursachen viel zu kompliziert. Aber sie könnten dazu beitragen, dass weniger Menschen während der Überfahrt ums Leben kommen. Zudem sollten andere EU-Staaten großzügiger sein, wenn es um die Verteilung der Lasten geht. Rom eine helfende Hand zu reichen und mehr Asylsuchende aufzunehmen, erscheint besonders jetzt angebracht, da die Mehrzahl von ihnen vor Gewalt geflohen ist (die meisten kommen aus Syrien).

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