KARPFENTEICH

Die Bundesregierung hat ein Problem. Sie muss den Bundesbürgern erklären, warum sie immer mehr Beschäftigte nur noch mit Zeitverträgen beschäftigt, obwohl sie diese Praxis bei Betrieben stets scharf kritisiert. Wenn ein Unternehmer wegen einer unklaren Wirtschaftslage bei Neueinstellungen auf Zeitverträge setzt, mag das sogar noch ökonomisch vernünftig sein. Aber eine Regierung? Und dann auch noch die der stärksten Wirtschaftsmacht in Europa? Gehört hire and fire jetzt zum Markenkern der Großen Koalition? Wer so mit den Mitarbeitern umgeht, darf sich über Nachwuchsmangel nicht wundern. “Gute Arbeit und soziale Sicherheit” haben sich CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag auf die Fahnen geschrieben. Das sollten sie auch bei den eigenen Beschäftigten beherzigen. Wer beim Bund Karriere machen will, braucht eine Perspektive. Und nicht einen Vertrag mit eingebauter Stoppuhr!

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