KARPFENTEICH

US-Präsident Barack Obama hat den engen Zusammenhalt zwischen der USA und der EU im Konflikt mit Russland betont; Europa sei der engste Partner Amerikas. Russland dagegen habe sich durch sein Vorgehen international isoliert. Russland kündigte an, seine Militärpräsenz auf der Krim zu verstärken und will Jagdflugzeuge und Überschallbomber dorthin verlegen. Ukraines Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk will sein Land im Fall einer weiteren russischen Intervention mit allen Mitteln verteidigen; er suche aber keinen militärischen Konflikt. Obama sieht die Ukraine nicht auf dem Weg in die NATO. Nach einem Gespräche mit NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärte Obama, dass es in der Krim-Krise kein militärisches Vorgehen des Westens geben werde, er drohte statt dessen mit weiteren Sanktionen. Auf harte Wirtschaftssanktionen will Kanzlerin Angela Merkel wenn möglich verzichten und setzt auf eine politische Lösung. Die Prognose für die russische Wirtschaft wurde gesenkt; im besten Fall sei ein Plus von 1,1 Prozent drin, bislang hatte die Weltbank mit einem Wachstum von 2,2 Prozent gerechnet. Während viele Ausländer ihr Kapital abziehen hat Siemens-Chef Joe Kaeser Russlands Präsident Wladimir Putin weitere Investitionen in Russland zugesichert. Derweil will die Ukraine den Gaspreis für die Bevölkerung ab Mai um mehr als 50 Prozent erhöhen; weitere Erhöhungen bis 2018 seien geplant. Damit werden die Voraussetzungen für die IWF-Kredite geschaffen; bislang subventioniert der Staat Gaspreise. Über das Rettungspaket von bis zu 20 Mrd. US-Dollar wird noch verhandelt.

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