KARPFENTEICH

Tatsächlich wäre der Einzug Luxemburgs in die Riege der nichtständigen UN-Mitglieder ein Ereignis von historischer Dimension – zumindest für das Großherzogtum. Noch nie hatte das Land die Gelegenheit, einmal im höchsten UN-Gremium mitzuwirken. Jean Asselborn, Lydie Polfer und Co. sprechen im Zusammenhang mit der UN-Kandidatur Luxemburgs gerne von der Tatsache, dass es wichtig sei, Verantwortung zu übernehmen. Das ist richtig, gleichzeitig jedoch sollte man sich nichts vormachen: Die UN sind eine Organisation mit beschränkten Möglichkeiten der realpolitischen Einflussnahme. In wichtigen Fragen sind sie nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und zu agieren, statt nur zu debattieren. Der Syrien-Konflikt ist hierfür das beste Beispiel. Daran wird auch Luxemburg als etwaiges Mitglied des Sicherheitsrates nichts ändern können.

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