KARPFENTEICH

Krise der Eurozone

Nach ein paar ruhigen Wochen wird die Krise der Eurozone jetzt mit voller Wucht zurückkommen. Die kleine Sommerpause war trügerisch, denn die Schuldenbombe ist noch lange nicht entschärft. Sie droht immer noch die europäische Gemeinschaftswährung in die Luft zu sprengen. Jede Entwarnungsmeldung muss derzeit in die Kategorie “Zweckoptimismus” einsortiert werden, denn gewonnen ist noch gar nichts. Was zählt sind nicht die Prognosen, sondern die Fakten…

Die Risiken sind immer noch erheblich. Und was wir im Moment erleben, ist reines Zeit-Spiel: Die Troika-Experten zögern ihren Bericht über die Lage in Griechenland immer weiter hinaus – und so versuchen sich die Regierungen bis Mitte Oktober zu retten. Erst dann steht der nächste EU-Gipfel an.

Zeit schinden heißt, dass die Probleme nur aufgeschoben werden, in der Hoffnung, die Lage könnte sich in einer wundersamen Wendung beruhigen. Sollte das klappen, bin ich der Erste, der hurra schreit. Wahrscheinlicher aber ist, dass die Eurozone schnell wieder vor dem Abgrund stehen wird. Dann wird es schmerzhafte Entscheidungen geben – so oder so. Und je früher wir uns darauf einstellen, desto größer ist die Chance, dass das Projekt Europa überlebt.

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