KARPFENTEICH

Die Regierungen sind sich offenbar endlich bewusst, wie ernst die Lage ist. Nun ziehen sie zumindest verbal an einem Strang… Die Beurteilung Spaniens an den Finanzmärkten hat eine deutliche Sprache gesprochen… Die EZB hat wieder als Feuerwehr eingegriffen. Und dass sie das getan hat, lässt hoffen, dass sie sich zuvor auch Zusicherungen der Politik geholt hat, dass die Regierungen nun aktiver als bisher an der Lösung der Schuldenkrise arbeiten werden. Denn die EZB kann nur Zeit kaufen…

Natürlich bewegt sich die EZB (mit dem Ankauf von italienischen und spanischen Staatsanleihen) auf einem schmalen Grat… Sie gefährdet damit ihre politische Unabhängigkeit. Doch ohne solche Hilfen der EZB geht es derzeit offenbar nicht…

Der Weckruf sollte bei allen Beteiligten angekommen sein. Niemand sollte sich vormachen, dass man die Entwicklung der letzten Jahre zurückdrehen kann, dass man das vereinte Europa einfach wieder in seine Nationalstaaten aufteilen könnte. Das wäre politisch wie ökonomisch ein Desaster – auch in den Geberländern und vor allem auch in Deutschland.

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