Deutschland verlässt die Eurozone!
Manche sind der Ansicht, dass es sich in der heutigen Situation am meisten für Deutschland lohnen würde, die Eurozone zu verlassen und die Deutsche Mark wiedereinzuführen.
Alles hängt vom Zeithorizont und den zu berücksichtigenden Variablen ab. Auf längere Sicht, nach anfänglichem Turbulenzen könnte sich die Rückkehr zur Mark für Deutschland in der Tat lohnen, kurzfristig würde dies aber eine kostenaufwendige Anpassung erfordern. Zum Zeitpunkt des Austritts Deutschlands aus der Eurozone würden die Märkte sofort aufhören, der nicht mehr gemeinsamen europäischen Währung zu vertrauen. Die Deutsche Mark würde sich in einem zweiten Schweizer Franken verwandeln. Das gesamte in den Euro investierte Kapital würde in die Mark fließen.
Eine so radikale Stärkung der wiedereingeführten Währung würde einen scherzhaften Übergangsprozess für die deutschen Exporteure bedeuten. Vor allem deshalb will Bundeskanzlerin Merkel die Eurozone nicht verlassen. Obwohl nach dem anfänglichen Sturm auf die deutsche Wirtschaft höchstwahrscheinlich günstige Winde warten würden.
Das Problem bildet jedoch der Übergangssturm. Statt also dem nahenden Sturm entgegenzugehen, ist es den Politiker lieber, im Sumpf zu versinken und auf der Stelle zu treten. In der gegenwärtigen politischen Situation ist es den Deutschen lieber, die Eurozone zu retten. Das heißt aber nicht, dass die Eurozone in der jetzigen Zusammensetzung überdauern muss …
Trotz der gewaltigen Anstrengungen des politischen Establishments könnte es schon bald dazu kommen, dass in einigen Ländern Populisten Wahlen zu gewinnen beginnen, die die Ablehnung europäischer Verträge fordern. Und das um so mehr, als nach den jüngsten Plänen zur Finanzhilfe die EU allmählich die breite Unterstützungen in den Bevölkerungen, das sie bisher hatte, zu verlieren beginnt ..


