Die maroden EU – Volkswirtschaften
Griechenland, Irland, Portugal und jetzt Italien. Die Probleme der europäischen Währungsunion multiplizieren sich in atemberaubender Geschwindigkeit – und was machen die Politiker? Sie wirken irgendwie ratlos – angesichts des sich abzeichnenden Flächenbrandes. Der viel beschworene europäische Zusammenhalt ist fragiler denn je. Kein Wunder angesichts der Milliarden-Summen, die jetzt schon zur Meisterung der Krise lockergemacht werden müssen. Jetzt rächt sich, dass Europa als Staatenbund nie eine Substanz hatte. Unter dem gemeinsamen Dach feierte der Egoismus stets fröhliche Urständ. Und mit offenen Armen lud man immer mehr neue Mitglieder in den EU-Club ein, die meist nur darauf erpicht waren, sich in den riesigen Subventionströgen zu suhlen. Der Stabilitätspakt, der der ungebremsten Schuldenmacherei einen Riegel vorschieben sollte, interessierte niemanden – weder die Länder, die jetzt am Fliegenhänger hängen, noch große Volkswirtschaften wie Deutschland oder Frankreich, die regelmäßig die Defizit-Messlatte rissen. Übrig blieb ein politischer Trümmerhaufen, unter dem die Visionen von Europa ersticken.


