MediaMonitoring:Karpfenteich+Türkei
TD-IHK-Präsident für EU-Beitritt der Türkei
“Die Türkei abzulehnen ist verhängnisvoll”, so zitiert HÜRRIYET in einer Schlagzeile auf der Titelseite den Präsidenten der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK), Rainhardt Freiherr von Leoprechting. Der EU-Beitritt der Türkei liege im Interesse beider Seiten, hat der TD-IHK-Präsident in einem Interview der Zeitung unterstrichen. Nachdem die CSU im Vorfeld der Europawahl 2009 offen Position gegen den türkischen Beitritt bezogen habe, sei er aus der Partei ausgetreten.
Özkan verweist auf die Bringschuld der Migranten
“Wer die Sprache nicht beherrscht, hat keine Chance”, so zitiert HÜRRIYET in einer Schlagzeile auf der Titelseite die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan. Wer die deutsche Sprache lerne, habe eine Chance auf Erfolg, wer sie nicht lerne, habe diese nicht, habe Özkan unterstrichen. Integration sei eine Bringschuld für Migranten, so Özkan weiter. So müssten sie dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder Deutsch lernen und Kitas und Kindergärten besuchen. Özkan habe eingeräumt, dass die Probleme mit der deutschen Sprache nicht ausschließlich den Migranten zuzuschreiben seien – die Politik habe diesbezüglich versäumt, integrative Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten.
“Aygül Özkan: Wer kein Deutsch lernt, hat keine Chance”, so lautet eine Schlagzeile auf den Europaseiten der SABAH.
De Maizière fordert Islamunterricht an deutschen Schulen
“Islamunterricht für eine bessere Integration”, das habe laut einer weiteren Schlagzeile auf den Europaseiten von SABAH Bundesinnenminister Thomas de Maizière gefordert. “Wir wollen, dass Imame in Deutschland ausgebildet werden und auch in deutscher Sprache agieren”, habe de Maizière gegenüber der RHEINISCHEN POST ges agt. Es gehe darum, dass islamischer Religionsunterricht “nicht in den Hinterhöfen von Moscheen stattfindet, sondern in unseren Schulen”, so de Maizière.
Dagdelen kritisiert Integrationspolitik der Bundesregierung
“Sie machen es sich in Sachen Integration sehr einfach” – diesen Vorwurf erhebt laut einer Schlagzeile auf der Titelseite der TÜRKIYE die migrationspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Sevim Dagdelen, gegen die Bundesregierung. “Trotz der 94-prozentigen Teilnahme an Integrationskursen wird der Zugang zu diesen Kursen eingeschränkt und es wird behauptet, dass Türken sich gegen eine Integration stellen. Diese Haltung der Regierung ist kein bisschen glaubhaft”, wird Dagdelen zitiert. Die Linkspolitikerin fordere, dass endlich entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die gleichberechtigte soziale und politische Teilhabe aller Menschen zu ermöglichen. Die frühkindliche Förderung, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen, eine Antidiskriminierungspolitik, die wirklichen Diskriminierungsschutz biete sowie erleichterte Einbürgerungsmöglichkeiten wären erste sinnvolle Schritte, so Dagdelen.
Sarrazin ermutigt Ärzte
Der Arzt Rainer Peters hatte in seiner Praxis im hessischen Wächtersbach in einem Aushang unter anderem Kopftücher verboten und erklärt, er werde muslimische Großfamilien und Patienten ohne Deutschkenntnisse nicht mehr behandeln.
“Doktor Sarrazin ist in die Enge getrieben”, so titelt SABAH in einer Schlagzeile und berichtet über den wachsenden Druck auf den diskriminierenden Doktor. Während der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) das Verhalten des Mediziners als unglücklich bezeichnet habe, habe der Vorsitzende des Landesausländerbeirats, Corrado di Benedetto, Konsequenzen für den Arzt gefordert, um eventuelle Nachahmer abzuschrecken.
“Ein Arzt darf solche Aussagen nicht machen”, so zitiert HÜRRIYET Di Benedetto in einer Schlagzeile auf den Europaseiten.


