Vergabe des Banknotendrucks nach Frankreich und Niederlande
Zu den heutigen Belegschaftsprotesten gegen die Deutsche Bundesbank wegen der Vergabe des Banknotendrucks nach Frankreich und in die Niederlande:
Wir fordern die Deutsche Bundesbank auf, die Vergabepraxis zu überdenken und die Euro-Noten weiterhin in Deutschland drucken zu lassen. Deswegen unterstützen wir die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Belegschaftsvertreterinnen und Vertreter bei ihrem Arbeitskampf. Wir fordern auch die Bundesregierung auf, sich für die Beschäftigten einzusetzen. Es muss verhindert werden, dass mehrere hundert Arbeitsplätze im Druck sowie in der Forschung und Entwicklung verloren gehen.
In Deutschland muss sich das Selbstverständnis endlich wieder entwickeln, dass gute Arbeit ihren Preis hat. Auch der Erhalt von Arbeitsplätzen muss stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.
Die Fremdvergabe ist nicht akzeptabel, da die Bundesbank nach den Richtlinien der Europäischen Zentralbank überhaupt nicht verpflichtet ist, den Euro-Druck ins Ausland zu vergeben. Andere europäische Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien vergeben ihre Druckaufträge ebenfalls an Gelddruckereien im eigenen Land. Deswegen und wegen der bedrohten Arbeitsplätze wollen wir nicht hinnehmen, dass die deutschen Euro-Druckereien im Wettbewerb mit benachbarten Staaten schlechter gestellt werden.


