Zur Neuerscheinung „Das Ende der Geduld“ von K. Heisig
Liecke: Konsequenzen ziehen – Realität anerkennen
Anlässlich der morgigen Bucherscheinung von Kirsten Heisig erklärt der Neuköllner Gesundheitsstadtrat Falko Liecke:
Als ich das Buch am Wochenende lass wurde mir bewusst, dass die beschriebenen Fälle – für mich ein Horror der Gesellschaft – zu Konsequenzen führen müssen. ´Kuschelpädagogik´ und ´Gutmenschentum´ gehören endlich zu den Akten. Das Buch beschreibt die unverblümte Wahrheit die von der Politik zu akzeptieren ist. Es bietet viele wichtige Hinweise für den Umgang mit kriminellen Jugendlichen (z.B. regelmäßige Drogentests bei erwischten Jugendlichen), es bietet die Möglichkeit, aus dem Vermächtnis von Kirsten Heisig zu lernen.
Aussagen vom Integrationsbeauftragten Piening sind nicht hilfreich, die Debatte ethnienunabhängig zu führen – sie sollen nur das Problem verschleiern. In Neukölln sind mehr als 90% der Intensivstraftäter mit Migrationshintergrund. ´Je schwerer die Delikte, desto höher der Anteil der Einwanderer bzw. ihrer Kinder´, schreibt Kirsten Heisig ins Stammbuch.
Am Beispiel der minderjährigen Drogendealer-Kids wird die Hilflosigkeit deutlich. Polizei, Jugendamt und Schule schieben sich die Zuständigkeit für die Problemfälle untereinander zu, die Justiz ist unzuständig. Für diese Kinder muss es geschlossene Heime mit Erziehungs-Camp-Charakter geben. Hier müssen Ordnung, Disziplin, Drill und ein geregelter Tagesablauf eingeübt werden neben der schulischen und sozialpädagogischen Arbeit. Das Wegholen aus kriminellen Großfamilien und der Straße ist die einzige Möglichkeit, dem Kindesmissbrauch zu begegnen und ihnen eine Zukunftschance zu geben.
Ich finde das Buch ist auch sehr gut als Pflichtlektüre in den Schulen geeignet. Die klare Sprache der Realität ist sehr beeindruckend – und vielleicht auch abschreckend.
Ansprechpartner: Falko Liecke, Tel.: 0172 312 02 28


