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Rücktritt von Ole von Beust
“Sie hängt ihre Konkurrenten nacheinander ab”, so titelt SABAH auf der ersten Seite über einem Foto von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem zurückgetretenen Ersten Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust. Mit Ole von Beust ist nun schon der sechste CDU-Ministerpräsident innerhalb einer kurzen Periode ausgeschieden – dies lasse vermuten, dass Merkel ihre möglichen Konkurrenten einzeln ausschalte, so die Zeitung. Auf den Europaseiten wird der Artikel unter der dominierenden Schlagzeile “Die eiserne Kanzlerin” fortgeführt. Als Indiz für die These führt die Zeitung an, dass Merkel nicht versucht habe, Ole von Beust von seiner Entscheidung abzubringen, obwohl sie schon im Vorfeld davon gewusst habe.
“Einer nach dem Anderen geht”, so titelt HÜRRIYET auf den Europaseiten und hebt ebenfalls hervor, dass mit Ole von Beust innerhalb eines Jahres der sechste CDU-Ministerpräsident aus dem Amt scheidet. Diese Entwicklung lasse laut HÜRRIYET bei Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel die Alarmglocken schrillen.
Schulreform in Hamburg scheitert
“Nein zur Schulreform” – unter dieser Schlagzeile berichtet HÜRRIYET auf den Europaseiten über das Nein der Hamburger zur Schulreform beim Volksentscheid am vergangenen Sonntag. Bundesbildungsministerin Annette Schavan habe das Scheitern der Schulreform als positives Signal für die Bildungspolitik in Deutschland gewertet, berichtet die Zeitung. Es sei eine gute Nachricht für das Gymnasium und eine gute Nachricht für das Selbstbewusstsein der Bürger, so die CDU-Politikerin.
Als “Schlag gegen die Bildung” wertet TÜRKIYE in einer Schlagzeile auf der Titelseite das Scheitern der Schulreform in Hamburg. Die Türken seien angesichts der Absage enttäuscht, berichtet die Zeitung. Grünen-Chef Cem Özdemir habe erklärt, dass die Reformgegner die Bevölkerung falsch informierten und man die Hoffnung nicht aufgeben dürfe. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Hamburg (TGH) machte die Urlaubszeit für das Ergebnis des Referendums verantwortlich. Viele der Migranten befänden sich im Urlaub im Ausland, so Yilmaz.
Davutoglu übt Kritik an Westerwelle
“Wieso schweigt Berlin angesichts der PKK?”, fragt HÜRRIYET in einer großen Schlagzeile auf der Titelseite. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu habe wegen des Schweigens gegenüber der Terrororganisation PKK Kritik an seinem deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle geübt, schreibt die Zeitung in der Unterzeile. Auf dem OSZE-Außenministertreffen in Alma-Ata, Kasachstan, habe Davutoglu im Gespräch mit Westerwelle kritisiert, dass das Verbot der Internationalen Humanitären Hilfsorganisation durchgesetzt worden sei, obwohl noch kein Gerichtsurteil vorliege. Im Fall der PKK hingegen gebe es zahlreiche Gerichtsurteile, die sie als Terrororganisation entlarvten. Es sei unverständlich, warum Deutschland in diesem Fall schweige, so Davutoglu.


