EDAT: MediaMonitoring
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Die von Schatzkanzler Osborne im Nothaushalt angekündigten Sparmaßnahmen sind weiter überall Thema. Eine Umfrage unter circa hundert Vertretern aus Wirtschaft und Industrie – Teilnehmer an des derzeit in London stattfindenden “THE TIMES CEO Summit” – habe ergeben, dass sie die Entscheidung der Koalitionsregierung für richtig hielten, sofortige Ausgabenkürzungen zur Priorität der Regierungspolitik zu machen, berichtet THE TIMES.
THE DAILY TELEGRAPH macht damit auf, dass die geplanten Streichungen Auswirkungen auf die Polizei hätten und dazu führten, dass weniger Polizisten auf Streife gingen. Auch THE TIMES weist auf diese Folge hin. THE GUARDIAN macht mit der Forderung des Labour-Abgeordneten Frank Field auf, der im Auftrag der Regierung eine Armutsstudie erstellt, Großbritannien müsse seine Obsession beenden, junge alleinerziehende Mütter in eine Beschäftigung zu bringen, und sich stattdessen auf junge arbeitslose Väter konzentrieren, deren historische Rolle als Ernährer der Familie vom Steuerzahler übernommen worden sei.
Die Reform der Sozialleistungen sei richtig, kommentiert FINANCIAL TIMES/Leitartikel, weist aber darauf hin, dass die vorige Labour-Regierung bereits eine Reform der Leistungen bei Arbeits- und Berufsunfähigkeit eingeleitet habe. Es wäre nicht klug, wenn Osborne darauf setzte, sehr viel mehr tun zu können. Die Revolution bei den Sozialleistungen stehe erst am Anfang, befindet THE DAILY TELEGRAPH im Leitartikel und lobt die Koalitionsregierung für ihre stimmige Vorgehensweise, die vielversprechend sei.
THE TIMES und THE DAILY TELEGRAPH greifen eine Rede Premier Camerons beim “THE TIMES CEO Summit” auf. Großbritannien werde nur dann eine große Volkswirtschaft bleiben, betont Cameron, wenn es das enorme Haushaltsdefizit senken, das Sozialsystem reformier en und neue Investitionen aus dem Ausland anziehen könne. Es erscheine ihm als Werbung für das Land, wenn man potentielle Investoren darauf hinweisen könne, dass Großbritannien mit die niedrigsten Steuersätze in der G20 habe.
Das Ausscheiden Englands aus der Fußball-WM beschäftigt die Zeitungen weiter. Es sei leicht, Fabio Capello zum Sündenbock für das Scheitern der englischen Mannschaft zu machen, befindet THE DAILY TELEGRAPH/Leitartikel. Das löse aber nicht die tieferliegende Malaise des englischen Fußballs. THE TIMES/Leitartikel analysiert, es sei an der Zeit, sich unbequemen Wahrheiten über die Struktur des englischen Fußballs, über nationale Erwartungen und das Machtgleichgewicht zwischen Club und Land zu stellen. Es stehe außer Zweifel, dass Fußball ein Ventil für Nationalismus und das Austragen von Konflikten sei, schreibt FINANCIAL TIMES in einem Kommentar.
THE GUARDIAN/Leitartikel zieht aus dem G20-Gipfel von Toronto den Schluss, ein Zeitpunkt sei verpasst worden. Es sei noch keine 15 Monate her, dass die G20-Staaten sich in London getroffen hätten, um das globale Vorgehen gegen die Finanzkrise und die Rezession zu koordinieren, doch wirke es eher wie 15 Jahre. Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman führt in einem Gastbeitrag aus, dass dies nicht die Zeit für Ausgabenkürzungen sei.
THE DAILY TELEGRAPH greift die Äußerung des Chefs der britischen Streitkräfte, General Sir David Richards, auf, er halte es für unmöglich, den Afghanistankrieg allein mit militärischen Mitteln zu gewinnen, und befürworte die Aufnahme von Friedensgesprächen mit den Taliban. Man sollte mit den Taliban verhandeln – befindet das Blatt im Leitartikel -, doch sollte man den Afghanen versichern, dass man den Zielen des Konfliktes verpflichtet bleibe.
Henry Kissinger weist in einem Interview mit FINANCIAL TIMES warnend darauf hin, dass der Plan der USA, im Juli 2011 mit der Übertragung der Verantwortung an die nationalen Streitkräfte in A fghanistan zu beginnen, “einen Mechanismus zum Scheitern biete”. Die Öffentlichkeit müsse auf “einen langen Kampf vorbereitet” sein. Obama müsse seine Frist für den Truppenabzug überdenken . Die Afghanistan-Strategie sei seines Erachtens zu ehrgeizig und zu stark auf die Regierung in Kabul ausgerichtet.
BM zu Guttenberg äußert in einem Interview mit FINANCIAL TIMES die Meinung, dass die Festlegung eines Datums für den Abzug aus Afghanistan den Aufständischen in die Hände spiele. Er hielte es für sehr viel besser, sich auf das Datum eines Anfangs zu konzentrieren, auf die Übergabe der Verantwortung für einige Provinzen und Distrikte an die nationalen afghanischen Streitkräfte im kommenden Jahr. Die NATO-Strategie müsse bis Ende des Jahres klare Erfolge zeigen, wenn der Bundestag das Afghanistan-Mandat im kommenden Februar erneuern solle.
Alle ausgewerteten Zeitungen bringen Nachrufe auf den im Alter von 92 Jahren verstorbenen demokratischen US-Senator Robert Byrd. FINANCIAL TIMES und THE GUARDIAN weisen darauf hin, dass durch Byrds Tod die Aussichten auf eine Verabschiedung der Finanzreformgesetze durch den Senat zweifelhaft geworden seien, da die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen jetzt nicht mehr garantiert sei.
Nach mehr als zehnjähriger Ermittlungsarbeit habe das FBI einen russischen Spionagering in den USA ausgehoben, wird überall berichtet. Die Geschichte könnte aus einem Thriller aus den Zeiten des Kalten Krieges stammen, so THE GUARDIAN. Die Verhaftungen seien äußerst peinlich für Präsident Medwedew, schreibt THE TIMES, der erst vor einer Woche seine bislang herzlichste Begegnung mit Präsident Obama gehabt habe.
Die französische staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF werde durch einen Gesetzesantrag in Kalifornien dazu gezwungen, als Bedingung für einen Vertragsabschluss über eine Hochgeschwindigkeitsbahn im Wert von mehreren Milliarden Dollar ihre Rolle im Holocaust offenzulegen, berichtet FINANCIAL TIMES.
FI NANCIAL TIMES berichtet über den Entwurf der Bundesregierung für ein Restrukturierungsgesetz, das für große deutsche Banken eine höhere Abgabe als für kleinere vorsieht.
FDP-Chef Westerwelle habe gestern (28.6.) versucht, innerhalb der Regierungskoalition wieder Ordnung herzustellen, und an die Mitglieder seiner Partei appelliert, ihre Sprache zu zügeln und den Kandidaten der Regierung, Wulff, bei der Wahl zum Bundespräsidenten zu unterstützen, schreibt FINANCIAL TIMES.
THE DAILY TELEGRAPH macht damit auf, dass die geplanten Streichungen Auswirkungen auf die Polizei hätten und dazu führten, dass weniger Polizisten auf Streife gingen. Auch THE TIMES weist auf diese Folge hin. THE GUARDIAN macht mit der Forderung des Labour-Abgeordneten Frank Field auf, der im Auftrag der Regierung eine Armutsstudie erstellt, Großbritannien müsse seine Obsession beenden, junge alleinerziehende Mütter in eine Beschäftigung zu bringen, und sich stattdessen auf junge arbeitslose Väter konzentrieren, deren historische Rolle als Ernährer der Familie vom Steuerzahler übernommen worden sei.
Die Reform der Sozialleistungen sei richtig, kommentiert FINANCIAL TIMES/Leitartikel, weist aber darauf hin, dass die vorige Labour-Regierung bereits eine Reform der Leistungen bei Arbeits- und Berufsunfähigkeit eingeleitet habe. Es wäre nicht klug, wenn Osborne darauf setzte, sehr viel mehr tun zu können. Die Revolution bei den Sozialleistungen stehe erst am Anfang, befindet THE DAILY TELEGRAPH im Leitartikel und lobt die Koalitionsregierung für ihre stimmige Vorgehensweise, die vielversprechend sei.
THE TIMES und THE DAILY TELEGRAPH greifen eine Rede Premier Camerons beim “THE TIMES CEO Summit” auf. Großbritannien werde nur dann eine große Volkswirtschaft bleiben, betont Cameron, wenn es das enorme Haushaltsdefizit senken, das Sozialsystem reformier en und neue Investitionen aus dem Ausland anziehen könne. Es erscheine ihm als Werbung für das Land, wenn man potentielle Investoren darauf hinweisen könne, dass Großbritannien mit die niedrigsten Steuersätze in der G20 habe.
Das Ausscheiden Englands aus der Fußball-WM beschäftigt die Zeitungen weiter. Es sei leicht, Fabio Capello zum Sündenbock für das Scheitern der englischen Mannschaft zu machen, befindet THE DAILY TELEGRAPH/Leitartikel. Das löse aber nicht die tieferliegende Malaise des englischen Fußballs. THE TIMES/Leitartikel analysiert, es sei an der Zeit, sich unbequemen Wahrheiten über die Struktur des englischen Fußballs, über nationale Erwartungen und das Machtgleichgewicht zwischen Club und Land zu stellen. Es stehe außer Zweifel, dass Fußball ein Ventil für Nationalismus und das Austragen von Konflikten sei, schreibt FINANCIAL TIMES in einem Kommentar.
THE GUARDIAN/Leitartikel zieht aus dem G20-Gipfel von Toronto den Schluss, ein Zeitpunkt sei verpasst worden. Es sei noch keine 15 Monate her, dass die G20-Staaten sich in London getroffen hätten, um das globale Vorgehen gegen die Finanzkrise und die Rezession zu koordinieren, doch wirke es eher wie 15 Jahre. Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman führt in einem Gastbeitrag aus, dass dies nicht die Zeit für Ausgabenkürzungen sei.
THE DAILY TELEGRAPH greift die Äußerung des Chefs der britischen Streitkräfte, General Sir David Richards, auf, er halte es für unmöglich, den Afghanistankrieg allein mit militärischen Mitteln zu gewinnen, und befürworte die Aufnahme von Friedensgesprächen mit den Taliban. Man sollte mit den Taliban verhandeln – befindet das Blatt im Leitartikel -, doch sollte man den Afghanen versichern, dass man den Zielen des Konfliktes verpflichtet bleibe.
Henry Kissinger weist in einem Interview mit FINANCIAL TIMES warnend darauf hin, dass der Plan der USA, im Juli 2011 mit der Übertragung der Verantwortung an die nationalen Streitkräfte in A fghanistan zu beginnen, “einen Mechanismus zum Scheitern biete”. Die Öffentlichkeit müsse auf “einen langen Kampf vorbereitet” sein. Obama müsse seine Frist für den Truppenabzug überdenken . Die Afghanistan-Strategie sei seines Erachtens zu ehrgeizig und zu stark auf die Regierung in Kabul ausgerichtet.
BM zu Guttenberg äußert in einem Interview mit FINANCIAL TIMES die Meinung, dass die Festlegung eines Datums für den Abzug aus Afghanistan den Aufständischen in die Hände spiele. Er hielte es für sehr viel besser, sich auf das Datum eines Anfangs zu konzentrieren, auf die Übergabe der Verantwortung für einige Provinzen und Distrikte an die nationalen afghanischen Streitkräfte im kommenden Jahr. Die NATO-Strategie müsse bis Ende des Jahres klare Erfolge zeigen, wenn der Bundestag das Afghanistan-Mandat im kommenden Februar erneuern solle.
Alle ausgewerteten Zeitungen bringen Nachrufe auf den im Alter von 92 Jahren verstorbenen demokratischen US-Senator Robert Byrd. FINANCIAL TIMES und THE GUARDIAN weisen darauf hin, dass durch Byrds Tod die Aussichten auf eine Verabschiedung der Finanzreformgesetze durch den Senat zweifelhaft geworden seien, da die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen jetzt nicht mehr garantiert sei.
Nach mehr als zehnjähriger Ermittlungsarbeit habe das FBI einen russischen Spionagering in den USA ausgehoben, wird überall berichtet. Die Geschichte könnte aus einem Thriller aus den Zeiten des Kalten Krieges stammen, so THE GUARDIAN. Die Verhaftungen seien äußerst peinlich für Präsident Medwedew, schreibt THE TIMES, der erst vor einer Woche seine bislang herzlichste Begegnung mit Präsident Obama gehabt habe.
Die französische staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF werde durch einen Gesetzesantrag in Kalifornien dazu gezwungen, als Bedingung für einen Vertragsabschluss über eine Hochgeschwindigkeitsbahn im Wert von mehreren Milliarden Dollar ihre Rolle im Holocaust offenzulegen, berichtet FINANCIAL TIMES.
FI NANCIAL TIMES berichtet über den Entwurf der Bundesregierung für ein Restrukturierungsgesetz, das für große deutsche Banken eine höhere Abgabe als für kleinere vorsieht.
FDP-Chef Westerwelle habe gestern (28.6.) versucht, innerhalb der Regierungskoalition wieder Ordnung herzustellen, und an die Mitglieder seiner Partei appelliert, ihre Sprache zu zügeln und den Kandidaten der Regierung, Wulff, bei der Wahl zum Bundespräsidenten zu unterstützen, schreibt FINANCIAL TIMES.


