KARPFENTEICH

Ampelkennzeichnung

Die Gegner der Ampelkennzeichnung können einen sicheren Etappensieg verbuchen. Doch die Ablehnung der Ampel durch den zuständigen Ausschuss des Europaparlaments ist knapper als erwartet ausgefallen. Das äußerst magere Abstimmungsergebnis sollte die Anti-Fett-Allianz ermuntern, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

In einer einzigartigen Initiative hatten sich Verbraucherschützer und der gesamte Gesundheitssektor inklusive Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Kinder- und Jugendärzten gemeinsam für die Lebensmittelampel starkgemacht. Kurz vor der gestrigen Abstimmung wurden sie dann auch noch vom Verband europäischer Kinderärzte und Sozialversicherer unterstützt. Diese geballte Fachkompetenz, die hinter der Forderung nach der Ampel steht, sollte auch den Europaabgeordneten, die im Mai über das Kennzeichnungssystem abstimmen, zu denken geben.

Doppelten Grund, endlich Farbe zu bekennen, hat die deutsche Verbraucherministerin Ilse Aigner. Denn in Deutschland haben sich auch die Bürger mit großer Mehrheit für die farbige Kennzeichnung ausgesprochen. In einer Umfrage der AOK hatten sich sogar 90 Prozent aller Eltern eine einfache Kennzeichnung mit Ampelfarben gewünscht. Wenn es tatsächlich nach wie vor auch Möglichkeiten für nationalstaatliche Lösungen gibt, täte Aigner gut daran, sie wahrzunehmen.

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Comments

  1. Nur jeder 11. Deutsche hält sich an die WHO-Empfehlung und isst 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag. In den Niederlanden schafft das bereits jeder 7. Bürger +++ Zeitmangel und Job sind die Hauptgründe – Nahrungsergänzungsmittel können helfen +++

    Fast jedes Schulkind weiß: Täglich fünf Portionen frisches Obst und Gemüse zu essen, ist gesund. Unter dem Motto “5-a-Day” (“5 am Tag”) empfehlen die Weltgesundheitsorganisation WHO und die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.) die regelmäßige und ausreichende Ernährung mit frischem Obst und Gemüse. Doch wie halten es die Menschen in Europa mit dieser Vorgabe? In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Research Now im Auftrag von Herbalife unter 5.008 Europäern in fünf Ländern gibt es folgende Antworten:

    Fast jeder fünfte Deutsche (19,6 % der Befragten) schafft es überhaupt nicht, 5-mal am Tag frisches Obst oder Gemüse zu essen. Die Hälfte der Deutschen (51,5 %) erreicht dieses Ziel höchstens 3-mal in der Woche. Nur jeder 11. Deutsche (8,6 %) ernährt sich richtig und nimmt 5 Portionen Obst und Gemüse täglich zu sich. Im Ländervergleich nehmen die Niederländer die Experten-Empfehlungen besonders ernst: Hier schafft jeder Siebte (14,7 %) sein “5-a-Day” täglich sowie 56 % mehr als 3-mal in der Woche.

    Schlechte Gesellschaft leisten den Deutschen Obst- und Gemüsemuffeln die Spanier: Hier sind es sogar 21,9 %, die nie die empfohlenen 5 Portionen Gesundheit am Tag zu sich nehmen. 39,3 % der befragten Spanier gaben an, es zumindest bis zu 3-mal in der Woche zu schaffen. Die Hauptgründe für ungesunde Ernährung sind in allen Ländern fast gleich: Der Lebensstil und der Job sind es meistens (41 % aller Befragten in Europa), die eine gesündere Ernährung aus Zeitmangel erschweren. Eine gute Möglichkeit bieten hier Nahrungsergänzungsmittel. Sie können dabei helfen, dass jeder sein persönliches “5-a-Day” schnell und einfach regelmäßig erreicht, auch wenn frisches Obst oder Gemüse gerade nicht greifbar sind.

    Über Herbalife:

    Herbalife Ltd. (NYSE: HLF) ist ein weltweit tätiges Direktvertriebs-Unternehmen, das Produkte zur Gewichtskontrolle, gezielten Nahrungsergänzung und Körperpflege zur Förderung eines aktiven Lebensstils vertreibt. Die Herbalife Produkte werden über ein Netzwerk von fast 2 Millionen selbständigen Vertriebspartnern in 72 Ländern vertrieben. Das Unternehmen unterstützt die Herbalife Family Foundation und das Casa Herbalife Programm, durch das Kinder und Jugendliche mit gesunder Ernährung versorgt werden. Herbalife International Deutschland GmbH wurde 1991 als 100%ige Tochter der Herbalife International, Inc. gegründet. Seit dem Jahr 2000 ist Darmstadt der Sitz der deutschen Niederlassung. Hier sind derzeit 54 Mitarbeiter, darunter 3 Auszubildende, beschäftigt. Die Herbalife International Deutschland GmbH ist Ansprechpartner für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz. Weitere Informationen über die Herbalife International Deutschland GmbH finden Sie unter http://www.herbalife.de.

  2. Klap, klap, klap – Da dürften sich gestern einige Vertreter der Nahrungsmittelindustrie und des Einzelhandels fröhlich auf die Schultern geklopft haben: Die EU will nicht, dass auf Pommes, Pizza, Schokoriegel und Chipstüte künftig eine rote Ampel signalisiert: besser Finger weg!

    “Zu unwissenschaftlich” sei sowas und “zu irreführend”. Ganz falsch ist dieser Standpunkt nicht. Eine Pizza ist ja nicht rundum zu verteufeln, und eine Flasche Cola hätte bei der “Ampel”, die zur Diskussion stand, nur einen roten (für Zucker), aber drei grüne Punkte bekommen (kein Fett, kein Salz, keine gesättigten Fettsäuren).

    Nein, sie wäre nicht perfekt, die Lebensmittel-Ampel. Aber sie wäre eine willkommene Hilfe beim Einkauf. In der Kunst der Irreführung sind die Hersteller nämlich auch sehr bewandert: light, frisch, vitaminreich, wertvoll – all diese Angaben sind äußerst relativ, bis hin zum Etikettenschwindel.

    Künftig sollen keine Ampelfarben, sondern noch mehr Infos auf den Verpackungen stehen. Wer liest sich das denn durch? Wer zückt den Taschenrechner und zählt Kalorien? Kinder aus armen und “bildungsfernen” Familien sind da komplett überfordert. Gerade sie hätten die Ampel verdient.

  3. Sehr geehrtes Team, ich bin sehr angetan von Ihrer Initiative und muss Ihnen für alle Ihre Aktionen ein großes Lob aussprechen.
    Ich hätte eine Idee, wie Sie der Lebensmittelindustrie mit Ihre Forderung nach einem Verbot der Ampel einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen könnten:
    Der Vormarsch der App-fähigen Handys ist nicht mehr zu stoppen. (EIn “App” ist ein kleines Programm, welches für Handys entwickelt werden kann). Apples i-Phone zum Beipiel kann mittels eines kleinen Programms fast alle auf Lebensmitteln angebrachten Barcodes identifizieren und eindeutig zuordnen. Dies geschieht über eine Datenbank im Internet. Der Erste Schritt wäre nun, eine solche Datenbank für die Lebensmittelbeurteilung aufzubauen und die Ampelsymbole für jedes Produkt zu ermitteln. Der Zweite Schritt wäre, ein “App” zu entwickeln (das kann heutzutage jeder Hobby-Programmierer), welches den Barcode des Lebensmittels liest, und auf dem Display des Handys dann die Ampel anzeigt. Für solch eine Aktion wäre ich glatt bereit, einen dreistelligen Betrag zu spenden. Zudem wage ich fast, zu behaupten, dass sich die Sache Durch den Verkauff des “App” beinahe selbst finanzieren würde!

    Ich glaube nicht, dass es verboten wäre, solch eine Aktion zu starten. Die Lebensmittelindustrie würde sich in den Allerwertesten beißen vor lauter Wut, wären doch alle Bemühungen und Bestechungsgelder für die Katz gewesen!

    mit freundliche Grüßen
    Christian Popp

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