KARPFENTEICH

Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der EU brauchen eine
wirksame Förderung bei Bildung und Ausbildung wie auch auf dem
Arbeitsmarkt. Allerdings treffen die herkömmlichen sektoralen und
subjektorientierten Förderangebote hier oft auf ein wenig förderliches
Umfeld. Zunehmend leben diese Menschen in Familien und mit Nachbarn,
deren Situation ebenso prekär ist. Auf Eigeninitiative bauende
Förderung schlägt in diesem Umfeld oft fehl, ebenso eine einseitig
sektorale – gefragt sind hier integrierte Maßnahmen, die konkret an
der Gesamtsituation dieser Menschen und dabei direkt vor Ort, im
Quartier ansetzen. Immer häufiger kommen daher in Gebieten, in denen
sich soziale Benachteiligung häuft, sozialraumorientierte
Förderansätze zum Einsatz. Sie versuchen die “Betroffenen” in ihrer
Lebenswelt abzuholen, sie in ein stimulierendes örtliches Netzwerk
einzubinden und damit zugleich auch die Quartiere insgesamt von innen
heraus zu stärken. Solche Projekte können bei der Bildung in oder
außerhalb der Schule ansetzen, bei Problemen der Berufsfindung und
-qualifizierung von Jugendlichen, bei der Wiedereingliederung
Langzeitarbeitsloser in die Arbeitswelt, bei der Stärkung des
örtlichen (Klein-)Gewerbes und der Beschäftigungsmöglichkeiten vor
Ort, bei der Integration von Migranten und vielem mehr. Gemeinsame EU – Ziele sind
immer die soziale Integration, Selbstwertstärkung und Teilhabe
benachteiligter Gruppen und ein insgesamt bekräftigtes örtliches
Gemeinwesen.

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