KARPFENTEICH

Kinder aus hilfebedürftigen Familien erhalten auch nachhaltige Unterstützung für Klassenfahrten. Sie müssen es nur frühzeitig beantragen.

Zielgruppen unter 35 Jahren werden für unser Reise- und Urlaubsland Deutschland immer bedeutsamer. Mehr als 140 Millionen junge Europäer zwischen 15 und 35 Jahren würden inzwischen verreisen, heißt es in der Antwort (17/634) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17/431). Von den jungen europäischen Urlaubern würden 11 Millionen nach Deutschland kommen.

In neuen Märkten wie in Osteuropa oder in Asien und dort besonders in China und Indien seien junge Reisende bereits heute eine der Hauptzielgruppen, schreibt die Regierung. Die Arbeit an trägerübergreifenden Fragen des Kinder- und Jugendreisens werde von der Bundesregierung mit 450.000 Euro gefördert. Für Baumaßnahmen bei Jugendherbergen und anderen Einrichtungen würden jährlich 5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Zahl dieser Einrichtungen erscheine angemessen.

Auch hilfebedürftige Familien hätten die Möglichkeit, ihre Kinder an mehrtägigen Klassenfahrten teilnehmen zu lassen, da die Kosten für mehrtägige Klassenfahrten nicht von den Regelleistungen gedeckt seien, sondern gesondert erbracht würden. Dies gelte auch dann, wenn die Familien keine laufenden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes bekommen würden, weil das Einkommen zwar für den Lebensunterhalt ausreiche, jedoch nicht für die Teilnahme an einer mehrtägigen Klassenfahrt. ”Die Bundesregierung geht daher davon aus, dass finanzielle Probleme von Kindern und Jugendlichen in hilfebedürftigen Familien beziehungsweise in Familien mit einem laufenden Budget knapp oberhalb des laufenden Bedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts, an mehrtägigen Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen teilzunehmen, nicht bestehen“, schreibt die Regierung. Bei solchen Fazit Aussagen ist mir also nicht mehr bange, um die richtige Reisebereitschaft und Reisefähigkeiten unserer jüngeren Generation.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/004/1700431.pdf

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Comments

  1. Sehr interessanter Artikel. Ich denke das Problem mit Jugendreisen für wenig verdienende oder Hartz4-Empfänger wird sogar nich unterschätzt und genau dort sitzen für die Veranstalter doch Kunden die bis dato vernachlässigt werden. Ich verstehe nicht warum nicht mehr Anbieter so genannte Hartz4-Versicherungen anbieten, oder Jugendreisen auch für Jugendliche von Familien mit wenig Geld anbieten. Mir fällt da derzeit lediglich ein Anbieter ein, der nicht nur finanzierbare Reisen für diese Bevölkerungsschicht anbietet, sondern auch eine Klausel hat, die Familien im Falle der Arbeitslosigkeit absichert und das ist Sunrise Jugendreisen (http://www.sunrise-jugendreisen.de). Vllt sollten sich die großen der Branche mal ein Beispiel daran nehmen und aus Reisen für Familien mit wenig Einkommen oder Hartz4 anbieten.

  2. Speziell bei Klassenfahrten ist dies bei jeder anständigen Reiserücktrittskostenversicherung mit drin, wenn die Eltern arbeitslos werden sind die Kosten abgedeckt.

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